Samstag, 27. Juni 2009

MS Surface in der Praxis: Surface als Besuchermagnet auf der Internet World 2009

Die Internet World ist mit 3.000 Messebesuchern der Branchentreff für Web Professionals. 150 Aussteller und 120 hochkarätige Referenten stellten am 23. und 24. Juni in München die neuesten Internettrends vor. Eine optimale Gelegenheit für UID den Microsoft Surface das erste Mal einem großen Publikum zu präsentieren.
Auf der Messe war unser Surface der Blickfang: Viele Besucher hatten schon von der Innovation aus dem Haus Microsoft gehört oder gelesen. Am UID-Stand erlebten sie ihn dann erstmals live und waren begeistert. Aussprüche wie „So was in unserem Confi, dass wäre doch toll“ hörten wir an diesen Tagen mehr als einmal. Einige Besucher waren so fasziniert, dass sie unseren Stand gleich mehrfach besuchten.
Anfassen war dabei nicht nur erlaubt, sondern auch erwünscht. Die Messebesucher tobten sich an den verschiedenen Anwendungen aus. Viele wollten aber auch mehr erfahren: Wie funktioniert der Tisch? Was kostet er? Welche Projekte kann man damit realisieren?
Dass der Surface nicht nur eine nette Spielerei ist, sondern auch im Unternehmensalltag zum Einsatz kommen kann, zeigte unsere erste selbstentwickelte Applikation: In unserer interaktiven Firmenpräsentation konnten sich die Messebesucher UID-Projektbeispiele ansehen. Die per Handfläche scrollbaren Bilder und per Gesten vergrößer- und drehbaren Fenster sorgen für allgemeine Begeisterung.
Unser Eindruck von den beiden Messetagen: Die Besucher waren von dem Surface und unserer eigenen Applikation begeistert. Wir wollten es aber genau wissen. Deshalb haben wir unter den Messebesuchern, die den Surface ausprobierten, eine Umfrage über seine Bedienbarkeit und die User Experience gestartet. Auf die Ergebnisse sind wir sehr gespannt.
Auch das Wetter hatte mitgespielt. Unsere Befürchtung: Die durch das gläserne Messedach fallenden Sonnenstrahlen in Kombination mit den Messescheinwerfern könnten ein zu helles Licht erzeugen. Die Gesten, die auf dem Tisch ausgeführt werden, wären dann für die Infra-Rot-Kameras des Surface nur noch schwer erkennbar. Deshalb mit in unserem Gepäck: Ein Sonnenschirm. Dank dunkler Wolken und Dauerregen musste der jedoch nicht zum Einsatz kommen.
Alles in allem war es ein für uns sehr erfolgreicher Messeauftritt und wir freuen uns schon, auf weitere spannende Einsätze des Surface in der Praxis.

Dienstag, 23. Juni 2009

MS Surface in der Praxis: Präsentation des Surface auf dem IT-Brunch in Waiblingen

Unter dem Motto "Digital Lifestyle – wie digitale Technik unser Leben verändert" fand am 18. Juni der IT-Brunch in Waiblingen statt. http://www.it-brunch.net/. Selbstverständlich wollten wir mit unserem Surface-Tisch bei diesem Thema nicht fehlen.

Morgens um sieben machen wir uns von UID (http://www.uid.com/) mit dem 90-Kilo-Tisch im Gepäck auf den Weg nach Waiblingen.


Nach einem einführenden Vortrag von mir zum Surface vor den über hundert Gästen, haben die Besucher die Möglichkeit den Surface hautnah auszuprobieren. Sehr interessiert drängen sie sich um den Tisch, so dass ich selbst gar nicht mehr an den Tisch komme. Viele haben sich schon im Vorfeld ausführlich über den Surface informiert und wollen ihn nun „Live“ erleben.


Fasziniert berühren die Besucher die Oberfläche und probieren eine Applikation nach der anderen aus. Man setzt Puzzle zusammen, spielt Schach und malt kleine Gemälde. UID stellt außerdem zum ersten Mal ihre selbstentwickelte Anwendung vor: Eine interaktive Firmenpräsentation. So können wir eindrucksvoll demonstrieren, dass der Tisch Visitenkarten, die mit Tags versehen sind, erkennt und wie die dargestellten Projektbeispiele nach Branchen gefiltert werden können.


Das Interesse am Tisch ist überwältigend. Die Besucher wollen alles über den Surface erfahren: Technische Hintergründe, mögliche Einsatzchancen, Kosten, wie programmiert man „neue Berührungen“? Um nur einige der Fragen zu nennen, die mir und meinen Kollegen gestellt werden. Bis zum Mittag diskutieren wir über die Anziehungskraft des MS Surface und fachsimpeln über die neue Form der User Experience.

Die Feuerprobe hat unser Surface-Tisch bestanden, jetzt geht am 23. und 24. Juni auf die Internet World nach München.

Mittwoch, 17. Juni 2009

AttrakDiff – Die Attraktivität des iPhones beurteilen...

Auf http://www.attrakdiff.de/ führen wir eine Studie zum Apple iPhone durch.
Uns interessiert, wie Sie als Nutzer das iPhone erleben? Geben Sie Ihre Beurteilung der Attraktivität des iPhones unter http://eval.attrakdiff.de/attrakdiff.php?id=e0ff7472154eacf27f35eb0838fd5f68&step=1&lang=de ab und gewinnen Sie vielleicht einen von fünf Buchgutscheinen im Wert von je 20 Euro.

Der Fragebogen AttrakDiff misst und bewertet das Nutzungserlebnis interaktiver Produkte. Mit Hilfe des AttrakDiff können Anwender interaktive Produkte schnell und einfach beurteilen. Die Ergebnisse zeigen, wie attraktiv das getestete Produkt im Hinblick auf Bedienbarkeit und Aussehen ist. AttrakDiff erfragt dabei, wie die Nutzer das Produkt wahrnehmen, wie interessant und innovativ das Produkt ist und wie stark die Nutzer sich mit dem Produkt identifizieren. Ziel ist es, die subjektive Qualität, die das Produkt für den Nutzer hat, zu erfassen. AttrakDiff ist ein kostenfreier Service der User Interface Design GmbH (UID).

Getestet wird mit Hilfe eines semantischen Differenzials: 28 Adjektivpaaren bilden dabei einen Gegensatz (z.B. "verwirrend - übersichtlich", "außergewöhnlich - üblich", "gut - schlecht"). Zwischen den gegensätzlichen Adjektiven sind sieben Abstufungen möglich. Das Ergebnis zeigt, wie begehrenswert das Produkt für den Kunden ist und wo Optimierungsbedarf besteht. Vergleiche mit ähnlichen Produkten sind ebenfalls möglich. Auf diese Weise ermöglicht AttrakDiff eine Positionierung von Produkten in Bezug auf Nutzen und Attraktivität.

Freitag, 12. Juni 2009

Xtopia [kompakt] 09: Videos und Vorträge jetzt als Download verfügbar…

Die erste Xtopia [kompakt]-Roadshow rund um die Themen Web/UX und Rich Internet Applications war ein voller Erfolg. Von April bis Mai 2009 war Microsoft mit verschiedenen hochkarätigen Partnern auf der Xtopia im Kleinformat unterwegs: In München, Karlsruhe, Hamburg, Köln, Berlin und Frankfurt erlebten jeweils bis zu 100 Teilnehmer Vorträge und Demos zu den Themen Web, User Experience und Silverlight/Rich Internet Applications.

Wenn Sie in diesem Jahr keine Zeit hatten, bei Xtopia [kompakt] dabei zu sein, finden Sie auf der Website der Xtopia [kompakt] ab sofort (fast) alle Vorträge als PDF, viele Videos und umfangreiche Informationen rund um die Inhalte der vergangenen Roadshow. Im Mittelpunkt stehen Microsoft Surface, Windows 7, Silverlight 3 und Internet Explorer 8. Partner wie PC-Ware und das deutsche RIA-Forum begleiteten uns auf der Roadshow. Agenturen aus der Design- und Webbranche ergänzten die Vorträge mit Erfahrungsberichten zu Design, User Experience, Rich Internet Applications und Webentwickung. Ein Erfahrungsbericht zu WPF kam dabei von Franz Koller (UID).

Hier entlang zu den gesammelten Präsentationen der XTOPIA [kompakt] 09 und den Session-Videos: http://blogs.msdn.com/riablog/archive/2009/06/09/xtopia-kompakt-09-videos-und-vortr-ge-jetzt-als-download-verf-gbar.aspx

Sonntag, 17. Mai 2009

MS Surface in der Praxis: Out of the Box User Experience

Die neue Oberfläche von Microsoft verspricht nicht nur eine intuitive und vielseitige Bedienung, sondern soll die Interaktion selbst zum Erlebnis machen. Wir haben uns zunächst einmal der Herausforderung „Inbetriebnahme“ gestellt. Hier ein erster Erfahrungsbericht:

Ohne Maus und Tastatur geht es trotz Multi-Touch nicht. In das Gerät ist ein mit Windows Vista ausgestatteter Computer integriert, der über Maus und Tastatur gesteuert wird. Und so werden diese auch gebraucht um den Surface Tisch erstmals überhaupt zu starten. Ziemlich ärgerlich, dass sie in dem Karton nicht beiliegen, obwohl es laut Handbuch so sein sollte. Und das bei einem Preis von 13.000 Euro. Aber mit eigener Maus, Tastatur und externen Bildschirm machen wir uns gespannt ans Werk. Erwartungsvoll berühren wir die Oberfläche, aber nichts passiert! Was für eine Enttäuschung: Statt Touchfunktion gibt’s eine Fehlermeldung. Und Problemlösungen bietet das Handbuch auch nicht an. Und jetzt? Wir recherchieren im Forum der MS Surface Partner, denn woanders findet man momentan keine Hilfe. Letztendlich behebt die Durchführung einer vollständigen Kalibrierung das Problem. Die Inbetriebnahme ist uns doch noch geglückt und es kann losgehen.



Inzwischen knien wir vor dem Tisch. (Übrigens ein angenehmer Nebeneffekt: Mit Surface Tisch im Zimmer liegen mir nun stets alle zu Füßen.) Wir bedienen direkt und ohne die Hilfe weiterer Eingabegeräte die Oberfläche. Die Berührungen und Objekte sowie deren Bewegungen werden vom System tatsächlich erkannt. Mit glänzenden Augen interagieren wir wie Tom Cruise in Minority Report. Diese beeindruckende Technologie begeistert uns ausnahmslos alle. Der MS Surface bietet wirklich faszinierende und vielfältige Anwendungsmöglichkeiten und wir können es kaum erwarten unsere Ideen zu verwirklichen und direkt am Tisch zu erproben.


Donnerstag, 16. April 2009

Usability als Thema bei dem "BITKOM Consumer Electronics Forum 2009"

Ende März fand in München das BITKOM Consumer Electronics Forum statt, bei dem die User Interface Design GmbH natürlich nicht gefehlt hat. Aus Sicht eines User Interface Unternehmens ist bei einer solchen Veranstaltung natürlich das Thema "User Experience" und "Usability" von zentralem Interesse.
Ein Resumee der Veranstaltung ist aus Sicht UIDs, dass immer noch Technologie als zentraler Treiber für die Entwicklung von Consumer-Geräten gesehen wird. Es wird gebaut, was möglich ist und dann dem Kunden ggf. schmackhaft gemacht, statt die Nutzer zu analysieren, was denn wohl gebraucht würde.

Es gibt in fast jedem Beitrag den Hinweis, dass eben auch die Benutzerfreundlichkeit, die intuitive Benutzbarkeit und die Usability dann die wichtigen Erfolgsfaktoren sind. Jetzt müsste eigentlich nur noch die Zusammenwirkung aus Möglichem und Gewünschtem strukturierter angegangen werden. Stichwort: "User Centered Innovation" (2008 als Vorgehen preisgekrönt).
Man darf gespannt bleiben, wann dann TV, Recorder und Audio wieder so einfach zusammensteckbar sind, wie vor 20 Jahren und wir wieder nur noch eine TV-Norm haben :)

Samstag, 14. März 2009

CfP zur Usability-Tagung 2009

Im September findet die zentrale deutsche Usability-Konferenz in Berlin statt. Traditionell rufen dabei
Da sollte doch für jeden etwas dabei sein :)

CfP: Usability Professionals 2009 – Erleben. Gestalten.

Und hier ist der Aufruf der Praktiker zum Thema Usability auf der Mensch & Computer Tagung im September in Berlin (aus http://germanupa.de/german-upa/fachkonferenz/up09-call-for-participation-jan09.pdf)




Usability Professionals 2009 – Erleben. Gestalten.
Die German UPA e.V. (www.germanupa.de) – der Berufsverband für Praktiker aus dem Bereich Usability / User
Experience – richtet auch in diesem Jahr seine Praxistagung Usability Professionals 2009 (UP09) im Rahmen der Mensch & Computer 2009 aus. Sie findet vom 6. bis 9. September 2009 unter dem Motto „Erleben. Gestalten.“ an der Humboldt Universität zu Berlin statt (www2.hu-berlin.de/mc2009/).

Usability Professionals beschäftigen sich mit praxisnahen Fragestellungen der Gestaltung gebrauchstauglicher und attraktiver interaktiver Produkte. Die UP09 gibt aktiven sowie angehenden Usability Professionals einen öffentlichen Raum: Es werden interdisziplinär Erfahrungen ausgetauscht, Kontakte aufgebaut und gepflegt, Methoden, Techniken und Trends vermittelt sowie intensiv diskutiert.

Aufruf zur Mitgestaltung
Teilen Sie Ihre Erfahrungen und Ideen mit Kollegen, in dem Sie ein Beitragangebot (Abstract) einreichen. Die
Einreichungsvorlage für Abstracts finden Sie unter www.usabilityprofessionals.de.

Folgende Beitragsformen sind vorgesehen:
  • Workshop: Es gibt ein Thema, das Sie schon immer fasziniert, und das Sie strukturiert mit anderen erarbeiten wollen? Dann schlagen Sie uns einen Workshop vor. Sie sind dabei für die Moderation, die Ausgestaltung und die Zusammenfassung der Ergebnisse verantwortlich (Zeitumfang 90 Minuten).
  • Praxissession / Tutorial: Sie haben Kompetenzen oder kennen Methoden, die Sie gerne anderen Professionals vermitteln möchten? Schlagen Sie uns eine entsprechende Praxissession vor. Ziel ist es, Kompetenzen praktisch zu vermitteln (Zeitumfang 90 - 180 Minuten).
  • Diskussion: Es gibt ein kontroverses Thema, zu dem Sie sich eine öffentliche Diskussion wünschen und Sie kennen Professionals, die bereit wären, sich dem Thema zu stellen? Dann bieten Sie uns eine „Diskussion“ an (Zeitumfang 90 Minuten).
  • Kurzvortrag: Sie möchten Ergebnisse aus einem Projekt präsentieren und mit anderen Teilnehmern diskutieren? Dann stellen Sie diese in einem Kurzvortrag vor und diskutieren sie anschließend mit Interessierten an Ihrem Poster (Zeitumfang des Vortrags ca. 10 Minuten + individuelle Diskussion ca. 30 Minuten)
  • Vortrag / Demonstration: Sie möchten ein interessantes Thema aus Ihrer beruflichen Praxis präsentieren bzw. ein innovatives Bedienkonzept oder Design vorstellen? Dann schlagen Sie uns bitte einen Vortrag / eine Demonstration vor (Zeitumfang ca. 30 Minuten).
Termine
  • Einreichungen von Beitragsangeboten sind bis zum 31.03.2009 möglich.
  • Eine Rückmeldung über Annahme oder Ablehnung geht Ihnen bis zum 30.04.2009 zu.
  • Letzter Termin für die Abgabe der druckfähigen Beiträge zum Tagungsband ist der 07.06.2009.
Wir freuen uns auf Ihre Beiträge!

Henning Brau, Sarah Diefenbach, Marc Hassenzahl, Kirstin Kohler, Franz Koller, Matthias Peissner,
Kostanija Petrovic, Meinald Thielsch, Daniel Ullrich und Dirk Zimmermann

CfP: Mensch & Computer 2009 "Grenzenlos frei!?"

Es gibt gerade wieder eine Reihe von Tagungsankündigungen und Aufrufen zum Thema Usability.

Hier nun zunächst der Aufruf zum "Klassiker" der deutschen Usability-Tagungen. Hier ruft zunächst die akademische Gesellschaft für Informatik (GI). Der Aufruf der Praktiker von der Usability Professionals Association folgt in Kürze:



Call for Papers
Aufruf zur Mitgestaltung bei der Mensch & Computer 2009 „Grenzenlos frei!
?

Humboldt-Universität zu Berlin
6. bis 9. September 2009


Veranstalter
Gesellschaft für Informatik
German Chapter of the ACM


Konferenzthemen
:

Das Motto der Tagung „Grenzenlos frei!?“ weckt viele Assoziationen. So findet die Tagung im 20. Jahr nach dem Mauerfall in Berlin statt. Konzepte wie Ubiquitous Computing oder Seamless Interaction versprechen, dass die Anwendungsmöglichkeiten für Computer grenzenlos werden und der Zugang zu computerbasierten Dienstleistungen überall und ohne Aufwand und für alle Benutzer frei von Barrieren möglich sein soll. Aber muss nicht Freiheit in der Gestaltung auch Grenzen kennen? Die Open Source Bewegung, der freie Austausch von Software und freie Online-Systeme haben den Erfolg des Web 2.0 begründet, doch dürfen, sollen oder müssen Entwickler und Designer all ihre Kreativität und Kompetenz in jedem Projekt ausleben? Wie erreichen wir eine Balance zwischen innovativen Lösungen und der Berücksichtigung von Konventionen und Standards? Diese und weitere Fragen möchten wir unter dem Motto „Grenzenlos frei!?“ auf der Tagung diskutieren. Fachleute aus der Informatik, Psychologie, Arbeitswissenschaft, den Ingenieurwissenschaften und den Designdisziplinen sind aufgerufen, gemeinsam mit Anwendern interaktiver Systeme in einen freien Austausch von Erkenntnissen, Meinungen und Erfahrungen zu treten.

Die Tagung hat u.a. die folgenden thematischen Schwerpunkte:
  • Grundlagen für die Analyse, Gestaltung und Bewertung interaktiver Systeme: Neue theoretische Ansätze, Modelle, Prinzipen und Kriterien für die Entwicklung, Bewertung und Optimierung interaktiver Anwendungssysteme sollen vorgestellt werden. Hierbei geht es auch darum, die zunehmend beobachtbare Diversifikation von theoretischen Grundlagen durch Integration auszugleichen.
  • Design von Benutzungsschnittstellen: Konzeption und Gestaltung interaktiver Systeme in allen Anwendungskontexten; neben der Gestaltung klassischer Anwendungen vor allem die Entwicklung und Erprobung neuerer Paradigmen wie Web 2.0 und Semantic Web; eingebettete und ambiente Systeme; sprachbasierte Schnittstellen (Vocational User Interface); Virtuelle, Gemischte und Erweiterte Realitäten sowie Tangible Media; Avatare und 3D-Welten, sowie Virtuelle Personen und Roboter; Computer und Körperlichkeit; Brain-Computer Interfaces; emotionale und erlebnisreiche Systeme.
  • Usability-Engineering: Prozesse, Methoden und Werkzeuge für die systematische und ökonomische aufgabenorientierte, benutzerzentrierte und technologiebewusste Systemgestaltung; neue und verbesserte Formen der Evaluation und Benutzerbeteiligung; interdisziplinäre und verteilte Entwicklung; Kosten und Return on Investment (ROI) gebrauchstauglicher Systeme.
  • Anwendungen & Fallbeispiele: Innovative Anwendungssysteme auf Grundlage der genannten Methoden, Techniken und Prozesse; gesellschaftliche Entwicklungen und Ethik der interaktiven und vernetzten Systeme; neue Formen der flexiblen und zeitgemäßen Lebensgestaltung mit Hilfe interaktiver und vernetzter Systeme; sicherheitskritische Mensch-Computer-Systeme; kooperative Systeme und Kooperationsplattformen; multiple Identitäten und Schutz der Privatsphäre.
Termine:
  • 23.03.2009: Einreichung von Vorträgen, Design-Präsentationen, System-Demonstrationen, Postern und Workshops
  • 13.04.2009: Einreichung von Tutorien
  • 08.05.2009: Benachrichtigungen über Annahme/Ablehnung der Beiträge
  • 01.06.2009: Einreichen der druckfertigen Beiträge
  • 15.06.2009: Einreichung von Positionspapieren an die Workshop-Veranstalter
  • 06.07.2009: Information über Annahme/Ablehnung der Workshop-Beiträge
Einreichung:
Bitte beachten Sie die Hinweise und Richtlinien für Einreichungen, sowie die
Autorenrichtlinien unter http://www2.hu-berlin.de/mc2009/beitraege.html

Organisation:
Prof. Dr. Hartmut Wandke

Kontakt und Information:
Prof. Dr. Hartmut Wandke, Grit Scholz E-mail: mc2009@mensch-und-computer.de Humboldt-Universität zu Berlin Institut für Psychologie Rudower Chaussee 18, D- 10099 Berlin Tel.: +49(0)30-2093-9340 Fax: +49(0)30-2093-9342

Informationen zur Tagung Mensch und Computer 2009

http://www2.hu-berlin.de/mc2009/index.html

Sonntag, 8. März 2009

CeBIT 2009 - Usability der Standbetreuung und die weltweit einzige ergonomische Software

Auf der CeBIT 2009 fiel mir die links abgebildete Standbetreuungshostess auf und brachte mich ins Grübeln. Möchte mir der Standbetreiber hier wirklich subtil mitteilen, was ihn seine Standbesucher mal können?

Wenn man sich auf der Website des Anbieters Gateprotect umsieht, findet man dort den Hinweis (Startseite), dass man ISO 9241-Zertifiziert sei und den erstaunlichen Satz "Als weltweit einziger Anbieter hat gateProtect alle sieben Grundsätze der ISO-Norm vollständig erfüllt und erzielt mit der integrierten eGUI® Technologie höchste Verlässlichkeit der Bedienung und eine vielfach gesteigerte Arbeitsgeschwindigkeit." [Stand 8.3.2009, Hervorhebung von mir]

Also ein Mangel an Selbstvertrauen ist schonmal keine Schwäche des Unternehmens. Leider scheint es kleinere Schwächen bei der allgemeinen Informationsverarbeitung zu geben:
  1. Fehlt die überaus interessante Aussage WER denn diese Firma da angeblich zertifiziert hat. Ja, es gibt Standards für die Zertifizierung, zum Beispiel bei der zuständigen DATech. Vielleicht kann der Anbieter das noch nachreichen.
  2. Hätte ein Blick auf einen deutschen Zertifizierer gereicht, um festzustellen, dass es allein in Deutschland mehr als einen Hersteller gibt, der sich zertifizieren ließ (bspw. beim TÜV-IT aus Essen).

Naja, vielleicht gilt da ja auch die Aussage der Hostess...

Montag, 2. März 2009

Usability im Software-Engineering-Radio



Man lernt nie aus: Es gibt tatsächlich ein "Software Engineering Radio" im Netz. Dort war vor Kurzem ein Interview zum Thema Usability aufgezeichnet worden, das dort als Episode 127 verfügbar ist.
Dr. Joachim Machate von der User Interface Design GmbH erklärt dort dem eher technisch orientierten Interviewer, wie Usability und Software Engineering zusammenpassen. Man einigt sich schnell auf eine ganzheitliche Sicht ("holistic view"). Eine interessante Frage ist, ob man lieber bei der Hardware oder der Software beginnt. Im Sinne der Ganzheitlichkeit braucht man schließlich beides. Weiter wird diskutiert, ob man eher generische Geräte mag oder Spezialisten.
Ein wichtiger Punkt ist, dass klargestellt wird, dass Usability-Engineering nicht irgendwo an das Ende des Prozesses gehört, sondern von Anfang an berücksichtigt werden muss.
Ein weiteres Thema sind Visualisierung und UI-Tools.

Insgesamt bestimmt hörenswert, zumal der Moderator als echter Engineering-Praktiker wirklich gute Fragen stellt. Ich persönlich bin mir zwar nicht sicher, ob man sich wirklich solche Themen als podcast nebenher anhört, aber es ist auf jeden Fall einmal etwas anderes.

Montag, 9. Februar 2009

OOP meets Usability

Auf der diesjährigen OOP, 26.-30. Januar in München, einer der renommiertesten deutschen Konferenzen rund um Software Engineering Themen, gab es erstmals einen eigenen Track zum Thema "Users/Usability". So stellte die User Interface Design GmbH (UID) in dem Beitrag "Beyond Widgets" ihr User Interface Engineering Model (UIEM) vor und wie man bei der Gestaltung von User Interfaces für den Umgang mit großen Datenmengen vorgehen kann. Zwar stand in dem Track noch primär das Handwerkliche im Vordergrund, d.h. Aspekte und Technologien in der Programmierung von User Interfaces. Da sich aber die Konferenz in diesem Jahr mit dem Motto "Soft(ware) Skills: The key to successful projects" schwerpunktmäßig Fragen der Projekt- und Teamorganisation sowie der interdisziplinären Zusammenarbeit widmete und diesem Thema sowie weiteren "Randgebieten" des Software Engineering mehr Raum geben möchte, bleibt abzuwarten, was sich in dieser Hinsicht auf der OOP 2010 tun wird. So ging Linda Rising mit ihrer Key Note "Who Do You Trust" der Frage nach, wer die jeweils anderen aus Sicht eines Teams sind und warum wir ihnen trauen oder eben nicht trauen. Eine interessante Fragestellung hinsichtlich der Zusammenarbeit zwischen Software-Entwicklern und Usability-Engineers! Tom DeMarco, sicherlich auch der Usability-Community hinlänglich bekannt durch seine Bücher "Der Termin" oder "Wien wartet auf Dich!", stellte aus seinem neuen Gemeinschaftswerk "Adrenalin-Junkies und Formular-Zombies" humorvoll und anekdotisch typische Verhaltensmuster in der Unternehmenskultur vor. Dies war zwar recht amüsant, aber die Konsequenzen daraus und die Antwort darauf, wie sich vielleicht bestimmte Verhaltensmuster ändern lassen, blieb dann leider doch offen. Hingegen versuchte Linda Rising in ihrem Vortrag zu Verhaltensmustern in der Teamzusammenarbeit Anregungen zu geben, wie neue Ideen auch gegen Widerstände in Unternehmen eingebracht werden können, siehe auch ihr Buch "Fearless Change: Patterns for Introducing New Ideas". So war zwischen Sushi, Mangas, Java, .Net und japanischen Trommlern auf der diesjährigen OOP deutlich zu spüren und zu erleben, dass technologisches Know How allein nicht ausreicht, um Software-Projekte erfolgreich durchzuführen.

Samstag, 24. Januar 2009

5 Millionen Usability-Beschäftigte? Usability-Schwerpunkt in "Technology Review" Februar 2009

In seiner Februarausgabe hat das Heise-Magazin einen Schwerpunkt auf neuartige User-Interfaces gelegt. Dabei geht es unter anderem auch um den Unterschied zwischen dem alten Begriff der "Gebrauchstauglichkeit" als ergonomischer Minimalanforderung und "Benutzerfreundlichkeit" und "User Experience" als aktuelle Herausforderungen.
Die User Interface Design GmbH (UID) wird dort als Usability-Marktführer unter anderem zu typischen Projektdimensionen (und Preisen) befragt.
Außerdem wird Jakob Nielsen zitiert, dass sich in den letzten 25 Jahren die Zahl der Usability-Experten um den Faktor 5.000 (!) vervielfacht hätte und sich in den nächsten Jahren noch einmal "um ein Tausendfaches" steigern würde. Bei aller Liebe zum Thema, aber das ist dann doch etwas unwahrscheinlich, dass sich in 35 Jahren insgesamt die Zahl der Usability-Experten dann effektiv um den Faktor 5.000.000 (!) steigern wird (Zum Vergleich: In der Autombilindustrie arbeiten weltweit gerade mal 9 Mio Menschen gem. VDA).
Nichtsdestotrotz ist der Schwerpunkt sehr lesenswert ;-)

Montag, 12. Januar 2009

Information Architecture Konferenz 2009


IA Konferenz 2009

Am 16.-17.5.2009 findet in Hamburg eine Konferenz zum Thema Informationsarchitektur statt.
Da Informationsarchitektur die zentrale Teilkompetenz des User Interface Designs darstellt, liegt eine solche Veranstaltung als Spezialisierung nahe.

Dass die Veranstalter den Mai auswählen, um besseres Wetter zu haben (siehe http://www.iakonferenz.org/de/2009/news.html) deutet auf jeden Fall auf eine nutzerzentrierte Grundhaltung hin.

Mehr Infos unter www.iakonferenz.org/

Freitag, 9. Januar 2009

Neues iPhone 2009 mit sensationeller Haptik

2009 wird das iPhone wohl in einer noch deutlich reduzierteren Form auf den Markt kommen. Man sieht deutlich, dass die Touch-Oberfläche schon wieder aus der Mode ist und stattdessen direkt über "echte" Tasten zugegriffen wird.

Sonntag, 16. November 2008

Usability auf der Xtopia08

Microsoft veranstaltet gerade wieder seine Hausmesse rund um die Produktlinie "Expression", mit der Designer, Usability-Engineers und eben Entwickler am Ende einmal in einer durchgehenden Werkzeugkette (Tool-Chain) arbeiten können sollen. Bevor es soweit ist, werden Best-Practices auf der Xtopia 2008 gezeigt.
Ohne jetzt das Programm groß kommentieren zu wollen, möchte ich doch auf einen besonders bemerkenswerten Eintrag hinweisen:
denn dort steht wörtlich: "...Nein, hier steht kein schlauer Satz zu Monetarisierung, zu Web 2.0, zu "community driven services", zu "early adopter"… wir machen hier kein Bullshit-Bingo:..." Da könnte man ja fast meinen, dass es in den anderen Vorträgen...

Naja, so oder so bestimmt spannend ;-)

Freitag, 14. November 2008

World Usability Day 2008 Rhein-Ruhr ein voller Erfolg


In "ausverkauftem" Haus fand gestern der World Usability Day Rhein-Ruhr statt. Mit über 100 Personen war die Publikumsresonanz deutlich höher als erwartet. So fanden die sieben Vortragenden ein motiviertes und interessiertes Publikum vor, welches insbesondere die Möglichkeiten zur Diskussion im Anschluss an den jeweiligen Beitrag intensiv nutzte.

Die Beiträge wiederum boten eine sehr große Bandbreite von Accessibility von Webseiten bis zum Design von Enterprise Anwendungen, von der Gebrauchstauglichkeit von Eierkochern bis zum Widerspruch zwischen Security und Usability.

Die Organisatoren, die sich aus den Usability-Stammtischen Köln, Düsseldorf und Dortmund rekrutierten, waren mit dem Verlauf des Events sehr zufrieden. Einen besonderen Dank an dieser Stelle noch einmal an Prof. Dr. Markus Dahm der FH Düsseldorf, der insbesondere die praktischen Dinge (Essen, Trinken, Helfer und Räume) für alle Beteiligten unaufwändig geregelt hatte.

In Kürze werden sicher auch weitere Bilder und vielleicht auch ein paar der Vorträge auf der offiziellen WUD-Rhein-Ruhr-Website auftauchen. Dann dazu noch ein paar Infos und Kommentare mehr.

Donnerstag, 6. November 2008

Golem-Artikel zur Usability des neuen Firefox 3.1


Der Newsdienst "Golem" hat ein Interview zur Neugestaltung (der Usability) des Interfaces des aktuellen Mozilla-Browsers "Firefox 3.1" (erinnert sich noch jemand an die Zeit, als das Ding Netscape war?) veröffentlicht.
Darin stellt Aza Raskin (Sohn des bekannten Jef Raskin) seine Ansichten zur Usability vor. Aussagen wie "Schau was deine Nutzer machen, aber frage sie nie, was sie wollen" oder "Undo statt Warnung" lassen sich dann auch ungesehen unterschreiben.

Bedenklicher sind allerdings Plattituden wie "Das beste Interface ist kein Interface". Denn, Sorry, darauf kann man nur mit einer logischen Plattitude antworten: "Jedes Interface IST ein Interface". So kommt man dem Kern der Sache nicht näher. Besser wäre wohl, dass die Belastung des Nutzers durch das Interface möglichst gering sein soll. OK.

Besonders fragwürdig ist allerdings die Aussage "Raskin plädiert dafür, Interface-Design mehr als Wissenschaft zu betrachten und weniger als Kunst." mit einem Verweis auf GOMS (=Goals, Operators, Methods and Selection Rules). GOMS ist nicht ohne Grund nie zu einem echten Maßstab für die Entwicklung von Interfaces außerhalb akademischer Einrichtungen geworden. Die Idee der "User Experience" besagt ja gerade, dass die kognitionstheoretische Betrachtung von Effizienz und Effektivität für die spätere (wahrgenommene) Qualität des Poduktes nur einen (und nicht mal besonders wesentlichen) Faktor darstellt. Ganzheitliche Ansätze wie der AttrakDiff gehen da schon mehr auf die menschliche Bewertung und Wahrnehmung von Produkteigenschaften ein.

Und wenn dann noch "Eine Alternative dazu sei ein sprachorientiertes Interface, meint er: 'Man tippt einfach ein, was man tun will, und der Computer erledigt den Rest.'" auftaucht, frage ich mich, ob der gute Herr Raskin entweder den Stein der Weisen in der automatisiserten Sprachanalyse und künstlichen Intelligenz entdeckt hat oder noch nie ein solches Interface bedienen musste. Am Ende muss der Nutzer nur eine noch viel kompliziertere Computer-gerechte Semantik erlernen, da die Software natürlich die natürlichsprachliche Ausdrucksweise nur in extrem engen Grenzen erkennt. Der Hinweis im Artikel auf Star Trek gibt da nicht viel Hoffnung.

Naja, insgesamt trotzdem ein interessanter Usability-Artikel, auf den ich hier gern verweise.


Montag, 3. November 2008

Usability von Fehlermeldungen - Weniger ist manchmal zu wenig


Vielleicht hatten die UI-Engineers bei Microsoft Vistas Mobile-Gerätecenter irgendwo mal gelesen, dass man Nutzer nicht mit Details langweilen soll. Aber diese Fehlermeldung ist ebenso ansprechend wie nichtssagend gestaltet.

Aber immerhin eine logische Weiterentwicklung der noch viel zu geschwätzigen Meldung, die man in der Vorgängerversion bekam:

Samstag, 11. Oktober 2008

Progress Indicator Usability - Lustige Warteschlangen

Manchmal dauert es im Internet ein wenig länger...


Normalerweise hat man dann nur als Trost den Fortschrittsbalken im Browser (außer man lädt Flash-Anteile). Der springt aber gerne auch mal auf 100%, ohne dass sich etwas zum Besseren gewendet hat.

Der Ticketshop CTS Eventim hat wohl des öfteren absehbar mit Lastspitzen zu tun (wie zum Beispiel diesen Morgen nach Start des Vorverkaufs zu AC/DC).

Wenn die Server wegen Überlast schon die Startseite nicht mehr ausliefern können, bekommt man als erste Eskalationsstufe den oben gezeigten Wartescreen mit Restzeitanzeige. Während die Uhr von 30 Sekunden herunterzählt, bekommt man sogar noch (alte) Witze erzählt. Originell.

Nur schade, dass die 30 Sekunden reine Willkür sind. Danach beginnt der Countdown einfach neu.


Als weitere Eskalationsstufe erscheint dann bei noch größerer Überlast der zweite Screen, auf dem gleich gebeten wird, doch später wiederzukommen. Naja, das ist dann wenigstens ehrlich. Ein "Wenn sie wegen AC/DC hier sind: Geben Sie es auf!" würde die Last allerdings sicher deutlicher senken. *


Und natürlich ist das Ganze Eventim/Getgo-Serversystem doch nicht unsinkbar. Wenn man es nur beharrlich genug versucht, gibt der Server am Ende doch auf.

Fazit: Wenn man sich schon die ausreichende Serverkapazität nicht leisten kann, muss man wenigstens originelle Ideen haben.

ps: Wer noch Karten für Dortmund übrig hat...



*Nachtrag: OK, sie haben mein Blog gelesen ;-) Seit 5 Minuten ist folgende Meldung zu sehen:


Verkaufsstart für ca. 100.000 Tickets: Freitag 21:00 Uhr (angekündigt für Samstag 11:00 Uhr; netter Trick). Ausverkauft seit Samstag 10:00 Uhr.

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